Indiskutable Leistung der 1.Männer gegen Bergische Panther

Veröffentlicht am1. Dezember 2013

von marcus

Gegen die bis zum heutigen Spieltag nicht unbedingt überragenden Bergischen Panther kassierte die 1.Männermannschaft des ATV am vergangenen Sonntag Abend eine unerwartete und dazu noch deutliche 17:30 (7:13) Niederlage. An seine überragende Leistung beim Sieg gegen Remscheid eine Woche zuvor konnte das Team von Coach Achim Schürmann in keiner Phase anknüpfen und keiner der Spieler erreichte auch nur annähernd Normalform. Aus der Spitzengruppe der Oberliga muss man sich nach dieser Leistung nun zunächst einmal verabschieden.

ATV-Handballer erleben einen rabenschwarzen Abend

ALDEKERK (poe) Handball-Oberliga Männer: HSG Bergische Panther – TV Aldekerk 30:17 (13:7).

Die Handballer des TV Aldekerk erlebten gestern in der Max-Siebold-Halle einen rabenschwarzen Abend. So tief schwarz, dass Trainer Achim Schürmann nach der Begegnung von einem „peinlichen Auftritt“ seiner Mannschaft sprach und die „Mentalität“ einiger Spieler kritisch hinterfragte. Denn die Panther – um im Bild zu bleiben – zerpflückten mit 13:30 die Grün-Weißen, die immerhin mit dem begründeten Anspruch in die Saison gestartet waren, zu den besten Teams der Oberliga zu gehören. Wenn alles optimal laufe, könne man sogar im Kampf um die Meisterschaft ein Wort mitreden, war zu hören. Zugestanden: Optimal ist es in personeller Hinsicht zuletzt ganz und gar nicht gelaufen – der dynamische Mittelmann Christopher Liedtke ist zum Zuschauen verurteilt, Christoph Kleinelützum versucht nach seiner Trainingsverletzung der Mannschaft nach Kräften zu helfen und gestern nun meldete sich Tobias Dickel auch noch als nicht einsatzfähig.

Aber selbst dann stünde immer noch eine Aldekerker Mannschaft auf dem Parkett, die den meisten Oberligateams Paroli bieten können müsste. Der Beweis dafür lag mit dem in großen Teilen eindrucksvoll errungenen Sieg gegen die HG Remscheid gerade erst ein paar Tage zurück. „Das Spiel habe ich gesehen“, sagte Panther-Spielertrainer Ceven Klatt. Er sei von Aldekerk beeindruckt gewesen. Das sei eine starke Mannschaft mit hochmotivierten Spielern. „Wir müssen versuchen, das Spiel bis zum Ende offen zu halten“, impfte Klatt seinen Spielern ein, um dann auf der Zielgeraden im offenen Schlagabtausch das bessere Ende zu haben.

Mehr wollte er seiner Mannschaft nicht aufbürden, weil er um deren fragile Verfassung wusste. Die zurückliegenden vier Meisterschaftsspiele konnten die Panther nicht gewinnen. Klatt sprach von „schweren Wochen“, die seine Mannschaft hinter sich habe. Als er darüber nach Spielschluss referierte, tat der Spielertrainer der Panther das in der Gewissheit, dass seine Mannschaft den ATV gar nicht erst auf der Zielgeraden abfangen musste. Die Gastgeber waren während der kompletten 60 Minuten die tonangebende Mannschaft und brauchten nur auf Fehler des Gegners zu antworten.

Das allerdings taten sie solide, gut und „ohne nachzulassen“, wie Klatt betonte. Was ausreichte, weil nicht ein Aldekerker Spieler seine Normalform erreichte. Trainer Schürmann konnte umstellen, wie er wollte, es wurde nicht besser. Schließlich war auch er mit seinem Latein am Ende und sehnte nur noch ein möglichst schnelles Ende herbei. Zu allem Überfluss musste er dann noch mit ansehen, wie sich Teile seiner Mannschaft widerstandslos in die 17:30-Niederlage ergaben. „In den Spielen gegen Ratingen, Remscheid und die Panther konnte die Mannschaft beweisen, ob sie die Qualität eines Aufstiegsaspiranten besitzt“, erinnerte Schürmann an seine vor einer Woche getätigte Aussage. „Die Antwort hat sie heute gegeben.“

TV Aldekerk: Lindenau, Thommessen – Kleinelützum (6), Schneider (3/2), Pietralla (3), Wefers (2), Kempmann (1), Küsters (1), Greven (1), Jentjens, Nacken, Mumme, Rampyapedi.

 
Publikation         Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Lokalausgabe     Rheinische Post Geldern
Erscheinungstag Montag, den 02. Dezember 2013
Seite                  28
 

 

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