Punkteteilung im Spitzenspiel der Oberliga-Frauen
Veröffentlicht am1. Dezember 2013
von marcus
Das Aufeinandertreffen des Drittplatzierten TV Aldekerk gegen den Vierten der Handball-Oberliga, die Bergischen Panther, endete nach eine ausgeglichenen Partie leistungsgerecht mit 25:25 (13:13) Toren. Auch, wenn das Spiel nicht in allen Phasen auf einem hohen Nieveau ausgetragen wurde, blieb es jedoch bis in die Schlussphase hinein jederzeit spannend, da sich keine der Kontrahentinnen entscheidend absetzen konnte. Der ATV bleibt somit auch im neunten Spiel hintereinander ungeschlagen und verteidigt seinen dritten Tabellenplatz.
Aldekerk rettet Punkt trotz vieler Fehler
Handball Oberliga Frauen: Gegen die Bergischen Panther lief für den TV Aldekerk einiges schief, dennoch hält die Erfolgsserie an.
ALDEKERK/STRAELEN (CaB./terh)
TV Aldekerk – HSG Bergische Panther 25:25 (13:13).
Wenn man es positiv sieht, kann man den Einsatz der Aldekerkerinnen loben, mit dessen Hilfe es gelang, einen Punkt in der Vogteihalle zu behalten und der Serie der Spiele ohne Niederlage ein weiteres Kapitel hinzuzufügen. Kritisch betrachtet trugen die Grün-Weißen durch ihre eigene, beträchtliche Fehlerquote dazu bei, dass die Panther über weite Strecken der Partie die Nase vorn hatten.
So fiel das erste Tor des Spiels dann auch nach fünf Minuten für die Gäste, nachdem die Aldekerkerinnen viermal freistehend vergeben hatten und einen Strafwurf nicht im gegnerischen Gehäuse hatten unterbringen können. So zog es sich durch weite Strecken des Spiels. Die Panther legten vor, die Angriffsbemühungen der Gastgeberinnen scheiterten zu oft an eigenen Unzulänglichkeiten oder an der gut haltenden erst neunzehnjährigen Tabea Kling im HSG-Tor. So hing die Mannschaft von Trainer Carsten Hilsemer immer einen Schritt hinterher.
Was gut klappte, unabhängig von der Sichtweise auf das Spiel, war die ordentliche Aldekerker Deckungsarbeit. Sofia Bergmayer engte die Kreise von Alexandra Urban im HSG-Rückraum gut ein, die verbleibenden Fünf um die erneut starke Lisa Beyer stellten die Räume hinten ordentlich zu. Trotz immerhin 25 geworfener Tore hatten es die Aldekerkerinnen gegen die defensive Abwehr der Gäste weiterhin schwer. Gepaart mit der hohen Fehlerquote machte das den nächsten Heimsieg praktisch unmöglich. Fast, denn wenige Sekunden vor dem Abpfiff hatten die Gastgeberinnen noch einmal die Chance, die Partie aus bester Position zu eigenen Gunsten zu entscheiden. Doch auch diese Chance verpuffte, es blieb bei der von den Gästen lautstark bejubelten Punkteteilung. „Unsere Fehlerquote heute war unglaublich“, sagte Hilsemer nach dem Abpfiff. „Am Ende müssen wir mit dem Punkt einfach zufrieden sein.“
TV Lobberich – SV Straelen 23:23 (13:13).
Punktgewinn oder Punktverlust? So ganz wusste Jörn Janhsen das Unentschieden in Lobberrich nicht einzuordnen. „Wir führten bereits mit 20:16 geführt und hatten die Chance, weiter davonzuziehen. Das haben wir verpasst. Doch wenn man dann Sekunden vor Schluss zum Ausgleich trifft, muss man mit einem Punkt fast schon zufrieden sein“, zog Straelens Trainer Bilanz nach einem durchwachsenen Spiel seiner Mannschaft. Das Kellerduell begann verhalten. Beide Teams fanden nur schwer in die Begegnung. „In der Deckung fehlte es uns an der notwendigen Leidenschaft. Lobberich ist so zu einigen ziemlich einfachen Toren gekommen“, musste Janhsen mit ansehen wie seine Grün-Gelben nach einer 4:2-Führung bald einem Rückstand hinterhechelten. Mit etwas mehr Konzentration und Engagement sowie einer erneut gut aufgelegten Steffi Pieper im Tor gelang es den Blumenstädtern, ein 10:13 bis zum Pausenpfiff doch noch auzugleichen. Nach dem Seitenwechsel setzten die Blumenstädter ihren Lauf fort. Drei weitere Treffer ließen den dritten SVS-Saisonsieg langsam Gestalt annehmen, zumal Grün-Gelb sich auch im Anschluss als die spielerisch bessere Mannschaft präsentierte. Bis zum 20:16 blieb der Aufsteiger auf Kurs. „Dann haben wir uns aber zehn torlose Minuten geleistet, die Lobberich wieder ins Spiel brachten“, sah Jörn Janhsen ein Comeback des Gastgebers. Der hatten seine Abwehr umgestellt und nahm Straelens Offensive mit dieser Maßnahme fortan ihren Schwung. Spätestens beim 21:21 war die Partie wieder völlig offen. Die Schlussphase geriet dann zu einem Zitterspiel, in dem Lobberich die besseren Karten zu haben schien. Der TVL verpasste es, mit einem Gegenstoß den Sack beim Stand von 23:22 endgültig zuzumachen. Sekunden vor Schluss traf Eva Broeckmann in Überzahl zum umjubelten Straelener Ausgleich.
Namen & Zahlen
So liefen die Mannschaften auf
TV Aldekerk: Giesler, Close – Beyer (5), Komander (5/3), Bergmayer (4), Wolf (4), Nagel (3/1), Bönners (2), Waltereit (1), Esser (1), Kurtz, Scicolone.
SV Straelen: Pieper, Bleidtner – Lüfkens (5), Linßen (4), Vera Jacobs (4/4), N. Pellens (2), Hevels (2), Sewing (2), Geelen (1), S. Pellens (1), Broeckmann (1), Verena Jacobs (1), van Bebber, Ariaans.
Publikation Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Lokalausgabe Rheinische Post Geldern
Erscheinungstag Montag, den 02. Dezember 2013
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