1.Männer unterliegen im Derby gegen routinierte Adler
Veröffentlicht am8. Dezember 2013
von marcus
Unserer 1.Männermannschaft scheint im Moment den roten Faden ihrer Spielkultur verloren zu haben und musste nach der enttäuschenden Leistung gegen die Bergischen Panther am vergangenen Wochenende jetzt auch im Heimspiel gegen die Adler aus Königshof eine 29:33 (14:17) Niederlage einstecken. Dabei lud die ATV-Abwehr besonders die Königshofer Tim Christall und die beiden Spoo-Brüder immer wieder zu unbedrängten Torwürfen ein, was die erfahrenen Oberliga Spieler dankbar annahmen.
ATV: Zu Goldtalern hat es gegen Königshof nicht gereicht
ALDEKERK (poe) Handball-Oberliga Männer: TV Aldekerk – Adler Königshof 29:33 (16:19). Die Wiederauflage des letztjährigen Pokalfinales, das seinerzeit der TV Aldekerk für sich entschied, wurde zu dem erwartet intensiven Handballspiel. In der Vogteihalle trafen zwei Mannschaften aufeinander, die beide am vergangenen Wochenende von ihren jeweiligen Gegnern fürchterlich gerupft wurden. Der ATV als Gast der Bergischen Panther, und die Männer aus dem Krefelder Stadtteil Fischeln von der HG Remscheid. Beide Teams hatten sich danach kräftig geschüttelt und anschließend im Training noch konzentrierter gearbeitet, als sie es ohnehin tun. ATV-Trainer Achim Schürmann gebrauchte das Bild von dem Esel, der in dem Märchen mit allen möglichen Sachen gefüttert wurde, damit er am Ende Goldtaler ausspuckt. „Auch wir haben im Training alles versucht, um die Mannschaft nach der heftigen Klatsche in Burscheid wieder in die Verfassung zu bringen, dass sie am Ende Goldtaler, sprich einen Sieg, ausspuckt“, sagte Schürmann.
Die Arbeit endete nicht mit der letzten Trainingseinheit. Auch während der Begegnung musste der Aldekerker Coach immer wieder eingreifen, um seiner Mannschaft zu helfen. Am Ende aller Umstellungen fand sich der etatmäßige Linksaußen Stefan Pietralla in der Rolle des Spielmachers wieder. „Mit ihm hat?s dann wenigstens zu Silbertalern gereicht“, führte Schürmann das Bild von dem Esel weiter aus. „Weil er auf der Angriffsmitte das gemacht hat, was abgesprochen war. Der Junge hat einen sauberen Handball gespielt, souverän Regie geführt und dazu noch Tore geworfen.“
Doch in ihrer momentanen fragilen Verfassung waren die Aldekerker nicht in der Lage, die Gäste in die Knie zu zwingen. Die Mannschaft von Adler-Trainer Dirk Wolf konnte sich auf einen deutlich besseren Rückraum stützen. Wenn es nötig wurde, sausten die Kanonenwürfe von Tim Christall und Fabian Bednarzik über die Aldekerker Abwehr ins Tor. Gepaart mit den unverwüstlichen Kämpferherzen der Spoo-Zwillinge war Adler Königshof von einer handballerischen Statur, der nur schwer beizukommen war. Zudem hatten sie in Dominik Heesen einen Keeper zwischen den Pfosten, der hielt, was man in so einem Spiel eben halten muss. Zwar drehten auch die Aldekerker Torleute im Verlauf der Partie ihre Leistung nach oben, aber im Rückraum hatten die Grün-Weißen gegenüber Königshof bis auf Thomas Jentjens, der seine Ladehemmung aus den letzten Spielen abgelegt hatte, nichts Vergleichbares aufzubieten.
Und deshalb stand nach 60 Minuten mit 29:33 (16:19) eine verdiente Niederlage für den ATV zu Buche, der sich diesmal aber nichts vorzuwerfen hat. Und das deshalb, weil die Spieler bis zuletzt alles versucht haben, den Bock umzustoßen.
ATV: Lindenau, Thommessen -Jentjens (7), Pietralla (6), Schneider (4/1), Kleinelützum (3), Rampyapedi (3), Kempmann (2), Wefers (2), Greven (1), Küsters (1), Nacken, Mumme, Dickel (n.e.).
Publikation Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Lokalausgabe Rheinische Post Geldern
Erscheinungstag Montag, den 09. Dezember 2013
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