1.Männer drehen gegen Hiesfeld in Halbzeit Zwei richtig auf
Veröffentlicht am8. Februar 2014
von marcus
Mit 35:24 (15:11) Toren bezwingt die 1.Männermannschaft des ATV in ihrem Heimspiel am 8. Februar den TV Jahn Hiesfeld deutlicher als erwartet. Konnten die „Veilchen“ in der ersten Spielhäfte noch einigermaßen mithalten, so drehte das Team von ATV-Coach Achim Schürmann in den zweiten 30 Minuten noch einmal richtig auf und erzielt bis zum Endergebnis weitere 20 Treffer. Unsere Männer halten mit diesem Sieg den Kontakt zur Tabellenspitze und belegen im Rennen um den Aufstieg weiterhin eine Verfolgerplatz. .
ATV-Keeper Lindenau: „War das gut?“ – „Ziemlich gut sogar!“
ALDEKERK (poe) Handball-Oberliga Männer: TV Aldekerk – Jahn Hiesfeld 35:24 (15:11). Florian Lindenau, durch eine Schulterverletzung zum Zuschauen verurteilter Aldekerker Torwart, transportierte die überzeugende Leistung seiner Mannschaft nach oben auf die Tribüne. „War das gut?“, fragte er nach Spielschluss in die Runde. Die Antwort wartete der 34-Jährige, der das gesamte Spiel auf Augenhöhe zu seiner Abwehr verfolgte, gar nicht erst ab. „Ziemlich gut sogar“, sagte Lindenau.
Und sein Coach Achim Schürmann wollte aus der Vorstellung seines Teams nur die erste Viertelstunde der mit elf Toren Vorsprung gewonnenen Begegnung herausgenommen wissen. „Wir haben etwas gebraucht, um in die Partie zu finden. Aber danach lief es zunehmend besser. Später dann hat die Mannschaft gezeigt, was für einen guten Handball sie spielen kann.“ 20 Prozent Luft nach oben wollte der ATV-Coach aber doch noch ausgemacht haben. Vielleicht genau die Prozentpunkte, die es braucht, um in den bald anstehenden Ligaspielen den in der Tabelle noch höher angesiedelten Mannschaften, SG Ratingen und HG Remscheid, Paroli bieten zu können.
Die Grundlage des am Ende eindrucksvollen Erfolges der Grün-Weißen über Jahn Hiesfeld war ein weiteres Mal ihre Abwehr – angefangen beim Torwart Christian Thommessen bis zu den Außenpositionen. Am Anfang war es noch nötig, an ein paar Kleinigkeiten zu schrauben, um den Hiesfelder Rückraum noch wirkungsvoller zu bekämpfen. Beispielsweise durch einen Tausch der Positionen von Thomas Jentjens und Tobias Dickel auf der rechten Abwehrseite, in deren Folge die Torquote des bis dahin besten Hiesfelder Schützen Kevin Kirchner merklich in die Knie ging. Das machte für den ATV in der Summe nur elf Gegentore bis zum Seitenwechsel, dreizehn danach. Was Hiesfelds Mittelmann Philipp Tuda auch ansagte, die Abwehrspieler des ATV fanden darauf die passende Antwort. Da fiel es auch nicht ins Gewicht, dass Can Greven und phasenweise Christoph Kleinelützum ein paar Mal schwach abschlossen – und Thomas Jentjens nicht wie gewohnt zur Geltung kam. Dafür stachen Fabian Schneider, Tobias Dickel und Stefan Pietralla. Zudem wurde hinten gemeinschaftlich das wieder ausgebügelt, was vorne an Fahrkarten produziert wurde.
„Bei 35 Toren in 60 Minuten muss aber auch im Angriff eine ganze Menge gepasst haben“, behauptete Schürmann. Kein Widerspruch. Nach dem letztmaligen Ausgleich zum 9:9 in der 18. Spielminute marschierte der ATV. Jeder Treffer mehr ließ das Selbstbewusstsein der Aldekerker Spieler anwachsen. Sie hielten das Tempo hoch, trauten sich etwas zu, streuten überraschende Würfe ein und glänzten mit zwei quer durch den Kreis vollzogenen Anspielen, die der in der Luft stehende Spieler jeweils erfolgreich abschloss. Bei so gelungenen Kombinationen öffnet sich nicht nur das Herz der beteiligten Spieler. „Das stimmt“, sagt Schürmann, der fünf Minuten vor Schluss auch den beiden Neulingen im Kader, Gabriel Pasquesi im Tor und Stefan Heimes auf Linksaußen, Einsatzzeiten gab. Letzterer durfte sich zudem noch als Torschütze feiern lassen.
Jetzt war dann aber auch wirklich alles gut. Oder um es mit Florian Lindenau zu sagen: „Ziemlich gut sogar!“
ATV: Thommessen, Pasquesi – Schneider (7/3), Pietralla (6), Kleinelützum (6), Dickel (4), Wefers (3), Culm (3), Jentjens (2), Mumme (2), Heimes (1), Nacken, Greven.
Publikation Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Lokalausgabe Rheinische Post Geldern
Erscheinungstag Montag, den 10. Februar 2014
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