2.Männer – 2×11= Sieg im Derby gegen SV Straelen
Veröffentlicht am8. Februar 2014
von marcus
Im Spitzenspiel der Handball-Landesliga bezwingt die 2. Männermannschaft des ATV als Tabellenzweiter den Drittplatzierten SV Straelen mit 26:22 (11:11) Toren und hält mit diesem Erfolg Anschluss zum Tabellenprimus TV Geistenbeck. Garant für den Derbysieg gegen den unmittelbaren Konkurrenten aus der geografischen Nachbarschaft war dabei die Top-Abwehrleistung des ATV, an der sich die Straelener Angreifer mit zunehmender Spielzeit mehr und mehr die Zähne ausbissen. .
Ein Derby geprägt von Kampf und Leidenschaft
Handball-Landesliga Männer: Der drittplatzierte SV Straelen muss sich zu Hause dem Tabellenzweiten TV Aldekerk II mit 22:26 (11:11) beugen.
VON MICHAEL TERHOEVEN
STRAELEN/aldekerk Da staunte Straelens Trainer Harry Mohrhoff nicht schlecht. Mit Christopher Liedtke, Janis Kempmann und Fabian Küsters liefen beim Derby dann doch drei Akteure aus dem Oberliga-Kader im Trikot der Reserve auf. „Das hat sich kurzfristig ergeben“, sagt ATV-Spielertrainer Nils Wallrath fast schon entschuldigend. Am Freitagabend sei von der Abteilungsführung entschieden worden, die 2. Mannschaft im Meisterschaftsendspurt personell zu unterstützen. Der Aufstieg ist nun endgültig das erklärte Ziel.
Eins vorneweg: Die drei „Aushilfen“ waren im Spitzenspiel der Landesliga nicht die entscheidenden Faktoren. Das waren nach 60 spannenden und lange Zeit ausgeglichenen Minuten mit ständigen Führungswechseln vielmehr Aldekerks Keeper Jan Benninghoff und Matome Rampyapedi: Der eine als Torverhinderer, der andere als ebenso zuverlässiger wie trickreicher Torgarant. „Ein toller Spieler. Den würde ich sofort nehmen, wenn er denn bei uns spielen wollen würde“, sagt Mohrhoff mit einem Augenzwinkern. Elfmal netzte der Linkshänder ein, war damit der mit Abstand auffälligste Akteur auf dem Parkett. „Matome trifft derzeit wie er will“, sagt Wallrath. „Ihm gelingen selbst ohne Harz die Dreher. Der Junge ist nicht ohne Grund südafrikanischer Nationalspieler.“
Vor voll besetzten Rängen entwickelte sich von Anpfiff an eine ungemein intensiv geführte Partie, der die beiden robust agierenden Abwehrreihen ihren Stempel aufdrückten. „Ganz klar: Aldekerk hatte die bessere Spielanlage. Wir haben mit aufopferungsvollem Kampf aber richtig gut dagegengehalten“, sagt Mohrhoff und lobt den Einsatz seiner Spieler. Diese zeigten sich wild entschlossen, dem Favoriten ein Bein zu stellen. „Das Spiel wurde zwar hart, aber keineswegs unfair geführt“, sagt Wallrath, der gleich zu Beginn Rückraumspieler Stefan Swyen mit einer Hüftverletzung verlor. „Die hat er sich aber ohne Einwirkung eines Gegenspielers zugezogen“, sagt der ATV-Coach, der ein zähes Ringen um jeden Treffer in Halbzeit eins sah. Nach 17 Minuten stand es gerade einmal 4:4. Über 8:8 ging es schließlich beim Stand von 11:11 in die Kabinen. In ähnlicher Manier ging es nach dem Seitenwechsel weiter. Die Spannung wuchs – auf dem Parkett und der Tribüne. „Das Spiel und die Kulisse waren eines Derbys würdig. Das hat Spaß gemacht“, sind sich die beiden Trainer einig.
Bis zum 19:19 leisteten sich die Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen, ehe die Minuten des Jan Benninghoff schlugen. Vier sogenannte 100-prozentige fischte er den frei vor ihm auftauchenden Straelenern weg, während seine Vorderleute sich auf der Gegenseitige schadlos hielten. Bis auf 24:19 zogen die Gäste davon. Die Entscheidung. Aldekerk ließ nichts mehr anbrennen, gewann schließlich mit 26:22. „Schade. Bis auf den Sieger hat alles gestimmt. Doch meine Jungs konnten erhobenen Hauptes von der Platte gehen“, spricht Mohrhoff von einem verdienten Sieger. Und der kann nach dem Überspringen der erwartet hohen Hürde zur Aufholjagd blasen. Wallrath: „Die Saison ist noch lang, da kann noch einiges passieren.“
In der Straelener Stadthalle leisten sich der SVS und die Aldekerker ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Kurz vor Schluss setzt sich der ATV letztlich doch ab. rp-foto: verh
Statistik
Rampyapedi begeistert erneut mit vielen Toren
SV Straelen: Pieper, D. Groetelaers – J. Groetelaers (4), Arts (3), D. Linßen (3), Werth (3), Schiffer (2), M. Linßen (2), N. Rufatovic (2), Andreas (1), Bayer (1), D. Rufatovic (1), Weyers.
TV Aldekerk II: Benninghoff, Frank – Rampyapedi (11), S. Greven (5), Schierhölter (2), T. Schlieder (3), Küsters (2), Wallrath (1), Kempmann (1), G. Schlieder (1), Swyen, Contzen, Liedtke.
Publikation Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Lokalausgabe Rheinische Post Geldern
Erscheinungstag Montag, den 10. Februar 2014
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