SV Straelen chancenlos gegen starke Aldekerker Frauen
Veröffentlicht am9. Februar 2014
von marcus
Bei ihrem Gastauftritt im Derby gegen die Erstvertretung des SV Straelen am Sonntag, den 9. Februar 2014, zeigten unsere Frauen von Beginn an ein Top-Leistung und machten schnell klar, dass sie gewillt waren, beide Punkte von den Blumenstädtern mit in die Vogtei zu nehmen. Besonders gegen eine sichere und konsequent deckende ATV-Abwehr fehlten dem SV Straelen die nötigen Ideen und die Durchschlagskraft, um unsere Damen ernsthaft in Gefahr zu bringen. Eine schon zur Halbzeit deutliche 14:9-Führung baute das Hilsemer-Team in den zweiten 30 Minuten kontinuierlich aus und bezwang die Gäste am Ende mit 30:18 Treffern deutlich.
ATV erteilt Grün-Gelb eine kleine Lehrstunde
Handball-Oberliga Frauen: Der SV Straelen muss sich den diesmal klar besseren Aldekerkerinnen mit 18:30 (9:14) geschlagen geben.
VON MICHAEL TERHOEVEN
Straelen/ALDEKERK Das hatte sich Harry Mohrhoff in seinem dritten Spiel als Verantwortlicher der Straelener Oberligamannschaft ganz anders vorgestellt. Einen leidenschaftlichen Kampf hatte der Trainer dem Titelanwärter aus Aldekerk im Derby angedroht, stattdessen erlebte sein Team eine Lehrstunde in Sachen Disziplin, Körpereinsatz und Cleverness. „Gegen einen so starken Gegner darf man verlieren, doch nicht auf diese fast schon traurige Art und Weise. Das war schlichtweg enttäuschend“, gab Mohrhoff nach 60 einseitigen Minuten zu Protokoll.
Vom Anpfiff an dominierte die Mannschaft von ATV-Coach Carsten Hilsemer das Spielgeschehen. Ihr wurde es aber auch leicht gemacht. Druck- und mutlos agierte der SVS vor der gut sortierten Aldekerker Deckung, streute zudem in unschöner Regelmäßigkeit zum Teil haarsträubende Fehlpässe ein. Willkommene Geschenke, die von den Gästen dankbar angenommen und zu Toren verwertet wurden. „Niemand hat sich aber auch etwas zugetraut. Die Verantwortung wurde grundsätzlich an den Nebenmann weitergegeben“, analysierte Mohrhoff treffend.
Ganz anders der ATV. Ungemein zielstrebig ging der Tabellenzweite zu Werke, lag nach acht Minuten bereits mit 7:1 vorn. Auszeit Straelen, in der Hilsemer seiner Truppe nur eine Vorgabe machte: „Genauso weitermachen.“ Daraus wurde aber zunächst nichts, weil Straelens Torfrau Monja Bleidtner einige Mal die Finger an den Ball bekam und sich die Einwechslung von Katrin Geelen als gute Entscheidung entpuppte.
Von nun an gelang es den Blumenstädtern mitzuspielen. Und sogar mehr als das. Beim Treffer zum 8:12 keimte sogar die Hoffnung auf ein spannendes Spiel auf. „Ich habe früh und viel gewechselt – vielleicht zu früh und zu viel“, gab sich Carsten Hilsemer zur Pause selbstkritisch. Aldekerk führte zu diesem Zeitpunkt mit 14:9.
Grün-Gelb kam mit Schwung aus der Kabine. Zur großen Aufholjagd sollte es trotzdem nicht reichen. Nur kurzzeitig brachte die von Mohrhoff angeordnete offensive Deckungsvariante Erfolg. „Das war ein gefundenes Fressen für Lara Bönners. Sie hat heute ein richtig gutes Spiel gemacht“, lobte Aldekerks Trainer seine Kreisläuferin. Trotzdem kamen die Gastgeber noch einmal bis auf vier Tore heran (13:17). Schließlich lag es an Aldekerks Torhüterin Denise Giesler, die endgültige Entscheidung herbeizuführen. Mehrmals parierte sie glänzend gegen frei vor ihr auftauchende Straelenerinnen, leitete zudem mehrere Gegenstöße mit äußerst präzisen Pässen ein.
Zwischen der 44. und 55. Minute blieben die Grün-Gelben ohne Torerfolg, kassierten in dieser Phase sechs Gegentore in Folge (16:27). „Wir hatten eine sehr geringe Fehlerquote. Das war ein entscheidender Schlüssel zum deutlichen Erfolg“, sagte ein hörbar zufriedener Aldekerker Trainer. Der finale Treffer zum 18:30 ging auf das Konto des SV Straelen. Mohrhoff: „Glückwunsch nach Aldekerk. Sie haben uns gezeigt, wie und mit welcher Einstellung man in einem Derby aufzutreten hat.“
statistik
Fiedler und Bönners treffen am besten
SVS: Bleidtner – Fiedler (7/4), Heinrich (2), Geelen (2), van Bebber (2), Heuvels (2), Sewing (2/1), Linssen (1), S. Pellens, Broeckmann, Lüfkens, Glawe.
ATV: Giesler, Cengiz – Bönners (10/5), Nagel (4), Bergmayer (4), Wolf (3/1), Kurtz (2), Otten (2), Beyer (2), Esser (2), Komander (1), Waltereit, Hölters, Scicolone. Nächste Spiele: ATV – Neusser HV, Fortuna Düsseldorf – SVS.
Publikation Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Lokalausgabe Rheinische Post Geldern
Erscheinungstag Montag, den 10. Februar 2014
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