1.Frauen überrennen den HSV Solingen-Gräfrath
Veröffentlicht am2. November 2014
von marcus
Eine unglaubliche Abwehr- und Angriffsleistung zeigte unsere 1.Frauenmannschaft in ihrem Auswärtsspiel beim HSV Solingen-Gräfrath. Eigentlich war das Match bereits zur Halbzeit gelaufen, denn das Team von ATV-Coach Carsten Hilsemer lies bis zur Halbzeit nur 3! (in Worten: drei) Gegentreffer zur. Keine Ahnung, wann es das in der Oberliga schon einmal gegeben hat! Am Ende siegte der Turnverein ü-ber-ra-gend mit 37:17 (17:3) Toren und bleibt mit diesem Sieg weiterhin ungeschlagener Tabellenführer.
ATV schießt den Gegner förmlich aus der Halle
Handball-Oberliga Frauen: Mit 20 Toren Unterschied (37:17) gewann der TV Aldekerk. Der SV Straelen trennte sich von St. Tönis 36:36.
ALDEKERK/STRAELEN (terh/CaB.) Der TV Aldekerk dominiert weiter die Liga, während Straelen auf der Zielgeraden den möglichen Sieg aus der Hand gibt.
HSV Gräfrath II – TV Aldekerk 17:37 (3:17). Eine überragende erste Halbzeit ebnete den Aldekerker Oberligafrauen den Weg zum siebten Sieg im siebten Spiel. „Es war einfach unglaublich“, lobte Trainer Carsten Hilsemer die Leistung seiner Mannschaft in den ersten dreißig Minuten.
Die Aldekerkerinnen hatten das Spiel beim HSV konzentriert begonnen und lagen nach einer Viertelstunde schon mit 10:0 in Front. Die Gastgeberinnen bissen sich an der massiv gestaffelten Abwehrreihe ein ums andere Mal die Zähne aus und brachten absolut nichts auf die Platte. Selbst zwei Strafwürfe konnten die Gastgeberinnen nicht an Denise Giesler vorbei im Tor unterbringen, so dass erst nach knapp zwanzig Minuten das erste Tor für den HSV fiel.
„Wir haben überragend gedeckt und alle Angriffsbemühungen des Gegners schon im Keim erstickt“, sagte Hilsemer. „Ich hätte mich nicht gewundert, wenn wir sogar ohne Gegentreffer in die Pause gegangen wären.“ Tore fielen dann doch noch zwei für den HSV, so dass die Partie zum Seitenwechsel entschieden war. Als die Aldekerker in der zweiten Halbzeit dann in der Defensive einen Gang zurück schalteten, kamen für die Gastgeberinnen sogar noch weitere dazu. Im Angriff dagegen ließen die Aldekerker nicht locker. Die Angriffsmaschine des ATV lief weiter auf Hochtouren, die Treffer fielen am laufenden Band.
Am Ende gelang dem HSV noch ein wenig Ergebniskorrektur, die zwanzig Tore Differenz machten den Klassenunterschied jedoch mehr als deutlich. „Unsere Hausaufgaben haben wir gemacht“, sagte Hilsemer in seinem Schlusswort. „Für das Gipfeltreffen mit den Bergischen Panthern am nächsten Samstag sind wir auf jeden Fall gut gerüstet.“ Einziger Wermutstropfen an diesem Abend war die Verletzung von Mirella Kurtz, die mit Verdacht auf einen Handgelenkbruch ins Krankenhaus musste.
SV Straelen – Turnerschaft St. Tönis 36:36 (16:18). Im steten Hin und Her einer temporeichen Partie mit zahllosen Wendungen und ebenso vielen technischen Fehlern hielt der SVS kurz vor Schluss alle Trümpfe in der Hand. In der 59. Minute erzielte Elena Fiedler mit ihren 14. Treffer das 36:33. 40 Sekunden vor Schluss traf der erwartet starke Aufsteiger aus St. Tönis zum 36:34. Auszeit Straelen. „Ich habe das gesagt, was man in so einer Situation nun einmal sagt“, sagte SVS-Trainer Harry Mohrhoff. Doch anstatt den Ball möglichst unaufgeregt in den eigenen Reihen zu halten, landete er keine drei Pässe später beim Gegner. Der ließ sich nicht zweimal bitten und netzte zum 36:35 ein. „Und wir haben nichts Bessere zu tun, als es mit einer schnellen Mitte zu versuchen“, sagte Straelens Trainer in der Nachbetrachtung der turbulenten Szene.
Es kam, wie es kommen musste – und sogar noch ein bisschen schlimmer. Schwups war das Spielgerät ein weiteres Mal verloren. Den Grün-Gelben gelang es gerade noch, den daraus resultierenden Gegenstoß zu unterbinden. Was den Gästen aber blieb, war ein direkt auszuführender Freiwurf von ziemlich weit rechts. „Wir haben um den Ausgleich regelrecht gebettelt und ihn am Ende auch kassiert“, musste Mohrhoff von der Seitenlinie aus mit ansehen, wie es der Ball ein 36. Mal ins Straelener Gehäuse geschafft hatte.
Statistik
Wolf und Fiedler treffen jeweils am besten
ATV: Giesler, Cengiz – Heimes (8), Wolf (8/2), Beyer (5), F. Huppers (5), Otten (3), Bönners (2), A. Huppers (2), Akeredolu (2/1), Kurtz (1), Bergmayer (1) und Esser.
SVS: Bleidtner, Pieper – Fiedler (14/5), Linssen (8), Lüfkens (5), Heinrich (5), Heuvels (2), Sewing (1), N. Pellens (1), Geelen, Daguhn, Maes, S. Pellens, Jacobs.
Publikation Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Lokalausgabe Rheinische Post Geldern
Erscheinungstag Montag, den 03. November 2014
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