1.Frauen ohne Probleme gegen abschlussschwache Essenerinnen
Veröffentlicht am8. Februar 2015
von marcus
Das Heimspiel unserer 1.Frauenmannschaft gegen die SG Überruhr am vergangenen Wochenende entwickelte sich sehr schnell zu einer klaren Angelegenheit. Gegen die sichere ATV-Abwehr war für die Gäste kaum ein Durchkommen, und das Team von Coach Carsten Hilsemer führte zur Hälfte bereits mit 18:13 Toren. Fast identisch verliefen dann die zweiten 30 Spielminuten. Der Turnverein konnte aus einer sicheren Deckung heraus und mit schnellem Angriffshandball erneut 18 Treffer erzielen, so dass die Anzeigentafel am Ende eine hochverdienten 36:25 Erfolg des ATV dokumentierte.
Erfolgreiche Marathon-Woche des ATV
Handball-Oberliga Frauen: Der Tabellenzweite aus Aldekerk setzt seine Siegesserie mit einem 36:25 gegen die SG Überruhr fort. Der SV Straelen hat beim Tabellendritten TV Walsum-Aldenrade mit 29:32 das Nachsehen.
aldekerk/Straelen (CaB/terh) TV Aldekerk – SG Überruhr 36:25 (18:13). „Jetzt haben wir aber wirklich auch genug gespielt“, sagte Aldekerks Damencoach Carsten Hilsemer nach dem vierten Spiel seiner Mannschaft innerhalb von acht Tagen. Im letzten Spiel einer stressigen Pflichtspielwoche setzte die ATV-Auswahl ihre Siegesserie auch gegen die SG Überruhr fort und hat sich somit die Karnevalspause redlich verdient. „Wir haben das insgesamt ganz ordentlich gemacht, phasenweise haben wir wieder richtig gut gespielt“, kommentierte der Coach die Leistung des Tabellenzweiten, der jetzt 32:6-Punkte auf seinem Konto hat.
Vom Start weg merkte man den Gastgeberinnen an, dass sie auch das Spiel gegen den Tabellenneunten aus Essen gewinnen wollten. Aus einer stabilen Defensive heraus lief es nach vorne recht flüssig. Die Aldekerkerinnen erarbeiteten sich sofort klare Feldvorteile. Beim Stand von 17:9 liefen die Hilsemer-Schützlinge auf eine sichere Halbzeitführung zu, ließen sich aber das Spiel etwas aus der Hand nehmen. Überruhr kam auf und startete eine kleine Aufholjagd, die zunächst auch nach dem Seitenwechsel ihre Fortsetzung fand. Meike Kern im Essener Rückraum stellte die ATV-Abwehr jetzt vor einige Probleme und hatte großen Anteil daran, dass die Gastgeberinnen nicht so richtig in Tritt kamen.
Allerdings dauerten die Irritationen aus Essener Sicht nicht lang genug, um die Partie zu drehen. Die Gastgeberinnen, die diesmal in Lara Bönners ihre überragende Akteurin hatten, legten nach und hatten den Gegner schnell wieder unter Kontrolle. Am Ende gingen die Aldekerker mit einem klaren Erfolg in die Karnevalspause. Weiter geht es erst am Sonntag, 22. Februar, beim Tabellenletzten HG Kaarst/Büttgen.
TV Walsum-Aldenrade – SV Straelen 32:29 (22:8). Es ist genau das eingetreten, was Harry Mohrhoff im Vorfeld befürchtet hat. „Die Spielerinnen hatten alles Mögliche im Kopf. Aber davon hatte praktisch nichts mit Handball zu tun“, analysierte Straelens Trainer eine erste Halbzeit, die mit „richtig schlecht“ noch relativ freundlich umschrieben ist.
„Wir haben Fehler über Fehler gemacht. Bei einem Gegner, gegen den selbst an einem guten Tag Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden, ist das pures Gift“, musste der SVS-Coach hilflos mit ansehen, wie seine Mannschaft den Gastgeberinnen in die Karten spielte.
Dabei hatten die Blumenstädter gar nicht einmal so schlecht ins Spiel gefunden. Bis zum 4:4 begegnete man dem Tabellendritten auf Augenhöhe, bis zum 5:7 blieb man in Schlagdistanz. Doch dann brachen alle Dämme. Nichts wollte dem SVS gelingen. „Das wirkte kopflos, lustlos und irgendwann dann auch mutlos“, erlebte Harry Mohrhoff ein erschreckendes Debakel. Walsum-Aldenrade zog locker und leicht auf 16:5 davon und ging schließlich mit einem 14-Tore-Vorsprung in die Pause (22:8).
„In der Kabine bin ich zwar nicht laut geworden, habe aber eindringlich an die Ehre meiner Spielerinnen appelliert. Das ist offenbar angekommen“, meinte der SVS-Coach. Seine Mannschaft agierte wie ausgewechselt, arbeitete sich Tor um Tor heran. Mohrhoff: „Beim Stand von 22:28 hatten wir dann in zwei Situationen richtig Pech. Ansonsten hätten wir vielleicht sogar noch für eine Überraschung sorgen können.“
So rettete sich der Tabellendritte am Ende zwar relativ knapp, aber letztlich doch souverän über die Zeit (32:29). Nach der Begegnung war für Harry Mohrhoff angesichts der Vorstellung in der zweiten Halbzeit die Handball-Welt wieder in Ordnung. „Unter dem Strich muss ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Es war schon stark, wie sich sich am eigenen Zopf aus dem Dreck gezogen hat.“
namen & zahlen
SV Straelen wacht erst nach der Pause auf
TV Aldekerk: Giesler, Stahlberg – Bönners (8), Akeredolu (5), Beyer (5), Wolf (4), Otten (4), Esser (3), Komander (3), Greverath (3), Kurtz (1), Inderfurth und Scicolone.
SV Straelen: Pieper, Zina Daguhn – Diedler (10/1), Lüfkens (6), Zoé Daguhn (5), Heinrich (3), Sewing (3/1), Linssen (2), Geelen, N. Pellens, Maes, S. Pellens, Heckmanns, Broeckmann.
Publikation Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Lokalausgabe Rheinische Post Geldern
Erscheinungstag Montag, den 09. Februar 2015
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