1.Männer ohne Probleme gegen ersatzgeschwächte Düsseldorfer
Veröffentlicht am21. Februar 2015
von marcus
Vor keine Probleme stellte die ART Düsseldorf unsere 1.Männermannschaft bei deren Heimspiel am vergangenen Wochenende. Die Gäste hatten einige Ausfälle zu beklagen, was die Leistung des ATV aber in keiner Weise schmälern soll. Aus einer sicheren Abwehr heraus und mit attraktivem Tempohandball lag der Turnverein bereits zur Halbzeit mit 19:8 Treffern vorn. In den zweiten 30 Minuten ging es ähnlich weiter, so dass die Anzeigentafel am Ende einen auch in dieser Höhe verdienten 36:19 Erfolg dokumentierte.
ATV-Männer thronen weiter an der Spitze
In der Handball-Oberliga der Männer gibt sich der Tabellenführer TV Aldekerk keine Blöße. Mit 36:19 fertigte das Team von Trainer Achim Schürmann die an diesem Tag überforderte ART Düsseldorf ab. Zur Pause führte der ATV mit 19:8.
VON REINHARD PÖSEL
ALDEKERK Vor drei Wochen musste das Juniorenteam des Bergischen HC dran glauben, am vergangenen Samstag war es in der Vogteihalle ART Düsseldorf. Der TV Aldekerk lässt sich momentan von nicht allzu vielen Mannschaft an die Leine legen. Die souverän an der Tabellenspitze thronenden Grün-Weißen, die in der Meisterschaft nach 19 von 26 Spieltagen erst drei (!) Punkte liegen gelassen haben und auf den ärgsten Verfolger Borussia Mönchengladbach ein Polster von sechs Punkten aufweisen, fertigten die stark ersatzgeschwächt angereisten Landeshauptstädter mit 36:19 ab. Zur Halbzeit lagen die Aldekerker bereits mit 19:8 in Front. Und dennoch müsse man sagen, sagte ATV-Coach Achim Schürmann, dass es seitens seiner Mannschaft kein „gutes Spiel“ war. Dann drehte er sich zur Anzeigetafel um, auf der in roten Ziffern auf schwarzem Grund das Ergebnis aufleuchtete. „36 Tore geworfen und nur 19 Treffer zugelassen – da muss sich dann aber auch der Trainer mal zufrieden geben und in Zurückhaltung üben“, sagte Schürmann.
Anders als in Solingen benötigten die Aldekerker Handballer, denen Linkshänder Tobias Dickel wegen eines Bandscheibenvorfalls fehlte, ein paar Minuten länger, um das Spiel sicher zu kontrollieren. Beim Stand von 4:0 (7.) kamen die Düsseldorfer, nachdem sie bis dahin jeden Angriff hoch über das Tor oder weit neben dem Kasten abgeschlossen hatten, zu ihrem ersten Tor. Wenig später trafen sie ein zweites Mal. Der ATV ließ den Gast bis zur 14. Minute auf 8:7 herankommen und war wieder einmal selbst dafür verantwortlich. Das machte Schürmann seinen Spielern in der nach zehn Minuten genommenen Auszeit auch unmissverständlich klar.
Statt sich ihrer Stärken zu besinnen, die Angriffe konsequent zuende zu bringen und dabei die gegnerische Abwehr bis zum letzten Abwehrspieler abzuräumen, verspürten einige Aldekerker Spieler im Gefühl des deutlichen Vorsprungs offenbar große Lust, mit dem Kopf durch die Düsseldorfer Abwehrwand zu wollen. Und dabei können sie es so unendlich viel besser.
Doch das Schöne an diesem Aldekerkern ist es, dass sie sich aus der Bredouille mit individueller Klasse wieder herausbringen. Das war es auch am Samstagabend der Fall. Wenn die Aldekerker den Ball und die gegnerische Abwehr in Bewegung bringen, eröffnen sich früher oder später nahezu todsichere Torchancen. Und wenn dazu in der Abwehr auch noch Tobias Culm als uneingeschränkter Leader am eigenen Kreis vorneweg marschiert, dann können die Anhänger die Uhr danach stellen, bis wann der ATV einen knappen Spielstand in eine komfortable Führung umwandelt. Diesmal waren es zehn Minuten, die dem ATV ausreichten, um den knappen Ein-Tore-Vorsprung in ein 14:7 umzuwandeln. In die Halbzeitpause ging man mit 19:8 – und danach brannte auch nichts mehr an.
Es sei denn, man möchte an der nicht in allen Phasen hoch gehaltenen Konzentration auf Seiten der Grün-Weißen herummäkeln. Klar kann man die vergebenen Torchancen der Aldekerker anführen, die der junge Düsseldorfer Torwart Lauritz Gerdes aber auch prima vereitelte. Doch das wäre ein Jammern auf einem extrem hohen Niveau. Mit den Fehlwürfen konnten die Aldekerker Anhänger in der wieder einmal gut gefüllten Vogteihalle leben. Denn sie wurden auf der anderen Seite von ihrer Mannschaft mehr als nur einmal mit sehr schönen Spielzügen und sehenswerten Torabschlüssen belohnt. Gleich zweimal zelebrierte der Tabellenführer mit unterschiedlichen Protagonisten den „Kempa“ – beide Male erfolgreich.
Trotz der zuletzt klaren Spielausgänge konnte Trainer Schürmann bei seiner Mannschaft noch etwas positiv verbuchen: die ausgeglichen besetzte Bank. Auch das war im Spiel gegen ART Düsseldorf zu beobachten. Für den verletzten Dickel machte Fabian Küsters einen prima Job, auf der anderen Seite erhielten Jonas Kempmann und Matome Rampyapedi auf der Schneider-Position mehr Spielzeiten. Und ein Leistungsabfall war trotzdem nicht zu beobachten.
Von daher war alles gut.
Namen & Zahlen
Alle Aldekerker Feldspieler treffen
TV Aldekerk: Thommessen (1. – 50.), Lindenau (51. – 60.) – Hüller (6), Jentjens (6), C. Greven (5), Kleinelützum (4), Schneider (3), Rampyapedi (3), Mumme (3), Kempmann (3), Culm (2), Küsters (1).
ART-Torschützen: Overmann (4/2), Müller (3), d?Avoine (3), T. Midell (3), L. Lipperson (3) Sinnecker (2), Feld (1).
Nächstes Spiel: MTV Dinslaken – TV Aldekerk (Sonntag, 1. März, 11.15 Uhr, Sporthalle on der Douvermannstraße).
Publikation Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Lokalausgabe Rheinische Post Geldern
Erscheinungstag Montag, den 23. Februar 2015
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