1.Frauen geben erst in Halbzeit 2 Vollgas

Veröffentlicht am24. Februar 2015

von marcus

Gegen den Abstiegskandidaten HG Kaarst/Büttgen konnte sich unsere 1.Frauenmannschaft am vergangenen Sonntag, den 22.2.2015, erst in der zweiten Halbzeit deutlich absetzen. Zur Pause führte der ATV zwar mit 18:14 Treffern, zeigte sich jedoch bis dahin von den kämpferisch auftretenden Gastgeberinnen beeindruckt. Erst im zweiten Spielabschnitt hatte sich auch die ATV-Abwehr besser auf die Angriffszüge der Kaarsterinnen eingestellt, denen in Hälfte 2 lediglich 11 Treffer gelangen. Am Ende war der ATV-Sieg jedoch ungefährdet und fiel mit 37:24 Toren standesgemäß aus.

Nicht alles ist Gold, was am Ende glänzt
In der Handball-Oberliga der Frauen lassen weder der SV Straelen noch der TV Aldekerk etwas anbrennen. Beide Mannschaften gewinnen ihre Spiele. Dabei fällt der Auswärtssieg der Grün-Weißen besonders deutlich aus.

STRAELEN/ALDEKERK (terh/CaB.) In der Handball-Oberliga der Frauen können die hiesigen Mannschaften mit einem breiten Grinsen und voller Zufriedenheit auf das vergangene Wochenende zurückblicken. Den Straelener Handballern gelang es erst spät im Spiel, auf die Siegerstraße einzubiegen.

SV Straelen – ETuS Wedau 36:32 (18:17). „Wir haben 50 Minuten lang ohne Abwehr gespielt. Am Ende müssen wir froh sein, überhaupt gewonnen zu haben“, sagte Straelens Trainer Harry Mohrhoff nach einer Partie, die gar nicht nach seinem Geschmack verlaufen war. „Wir haben ungewöhnlich viele freie Würfe zugelassen. Es fehlte uns an der Zuordnung und an der nötigen Spritzigkeit. Das mag auch daran gelegen haben, dass einige meiner Spielerinnen leicht grippekrank ins Spiel gegangen sind“, hatte der SVS-Coach als Erklärung parat. Umso erstaunlicher war es, dass es seinem gesundheitlich angeschlagenen Team in der Schlussphase doch noch gelang, die Begegnung gegen Kellerkind ETuS Wedau in die aus seiner Sicht richtige Richtung zu drehen.

Vom Anpfiff an entwickelte sich ein munteres Spielchen mit vielen Treffern. Beide Teams beschränkten einen Großteil ihrer Bemühungen darauf, Tore zu werfen anstatt sie zu verhindern. Mohrhoff ließ zuerst eine 5:1-Deckung spielen, stellte nach einiger Zeit auf eine defensivere Variante um und musste dennoch mit ansehen, dass sein Team immer wieder den berühmten einen Schritt zu spät dran war.

Nur gut, dass Lena Linssen im Angriff auf Halblinks einen Sahnetag erwischt hatte, jede noch so kleine Lücke zum Durchbruch nutzte und in schöner Regelmäßigkeit einnetzte. Ein Sonderlob ihres Trainers erhielt zudem Anika Sewing. Sie traf bei zehn Versuchen von der Siebenmeterlinie zehn Mal. „Das war richtig stark. Das würde ich mir immer so wünschen“, sah Straelens Trainer seine Grün-Gelben mit einer knappen Führung in die Pause gehen (18:17). Und auch nach dem Seitenwechsel blieb es eng – bis es den Duisburgerinnen gelang, sich nach und nach bis auf drei Tore abzusetzen (30:27). Zeit für eine neue Straelener Deckungsvariante. Und die traf diesmal ins Schwarze. Beim 30:30 war der Ausgleich und vier SVS-Tore später die Partie mit dem Treffer zum 34:30 gedreht, auch weil Elena Fiedler noch einmal ein paar zusätzliche Kohlen ins Feuer geworfen, Verantwortung übernommen und wichtige Treffer zum 36:32-Sieg beigesteuert hatte.

HG Kaarst/Büttgen – TV Aldekerk 25:37 (14:18). ATV-Trainer Carsten Hilsemer hatte seine Spielerinnen vor dem Anpfiff noch vor den Kaarsterinnen gewarnt. Trotz der schlechten Tabellenposition seien die Gegnerinnen nicht zu unterschätzen, hatte er in seiner Kabinenansprache noch gemahnt. „Doch als wir mit 4:0 in Front lagen, haben offenbar einige meiner Spielerinnen das Spiel schon gedanklich abgehakt“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Die HG nutzte die sich vor der Aldekerker Abwehr bietenden Räume geschickt aus und kam zu leichten Treffern aus dem Rückraum. Die Aldekerker mühten sich redlich, konnten sich aber vom clever spielenden HG-Team nicht absetzen. Dazu kam eine Vielzahl von Fehlpässen, die immer wieder Sand ins Aldekerker Getriebe streuten. „Ich bin mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden“, sagte dann auch ein gut gelaunter Kaarster Trainer Harald Metsches. „Wir waren ein nahezu ebenbürtiger Gegner, darauf lässt sich aufbauen.“

Im zweiten Durchgang wurde es aus Aldekerker Sicht dann etwas besser. Während auf Seiten der Gastgeberinnen die Kräfte schwanden, hatte Hilsemer immer noch eine Spielerin auf der Bank, die er auf das Feld schicken konnte. Dazu hatte er mit Anna Greverath auf der rechten Seite und Patricia Scicolone links zwei starke Außenspielerinnen, die ihre Chancen punktgenau nutzten.

Nach den 60 Minuten stand ein glanzloser Sieg, in dem die Aldekerkerinnen nicht mehr taten, als zum Siegen nötig war.

Namen & Zahlen
Sewing und Linssen üben sich in Torlaune

SV Straelen: Pieper, Zina Daguhn – Sewing (12/10), Linssen (10), Fiedler (7), Zoé Daguhn (2), N. Pellens (2), Lüfkens (1), Heinrich (1), Geelen (1), S. Pellens, Heckmanns, Maes, Broeckmann.

TV Aldekerk: Giesler, Stahlberg – Greverath (9), Scicolone (7), Akeredolu (7/5), Esser (4), Otten (3), Bönners (3/1), Wolf (2), Beyer (1), Komander (1) und Kurtz.

Die nächsten Spiele: Turnerschaft St. Tönis – SV Straelen (Sa., 28. Februar, 18 Uhr), TV Aldekerk – HSV Solingen-Gräfrath (Samstag, 28. Februar, 18.30 Uhr).

Publikation            Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Lokalausgabe        Rheinische Post Geldern
Erscheinungstag    Montag, den 23. Februar 2015
Seite                     25

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