Final-Four? – Hamburg, wir kommen!

Veröffentlicht am7. März 2015

von marcus

Irre. Wahnsinn. Unbeschreiblich. – Die weibl. A-Jugend gewinnt ihr Viertelfinal-Rückspiel um den Einzug in die Endrunde der Deutschen Meisterschaft gegen den THC Erfurt-Bad Langensalza mit 34:25 (14:10) Toren und zieht mit diesem Sieg in das Final-Four am 15. und 16. Mai in Hamburg ein. Die Stimmung in der sehr gut besuchten Nieuekerker Vogteihalle war einmalig, und der ATV legte gleich so richtig gut los. Über 3:0, 8:6 und 10:7 lagen unsere Mädchen zur Halbzeit bereits mit 14:10 vorne. In der 36. Minute führte der Turnverein – nach einem Blitzstart zur zweiten Hälfte – urplötzlich mit 19:11 Treffern. Der THC steckte jedoch nicht auf und konnte auf 16:20 verkürzen, bevor unsere Mädels das Heft wieder in die Hand nahmen und über 24:18 und 28:20 am Ende einen verdienten 34:25 Erfolg erzielten. Glückwunsch an die gesamte Mannschaft und das Betreuerteam. Wir sehen uns in Hamburg!

ATV zieht ins Final-Four ein
Handball-DM der weiblichen A-Jugend: TV Aldekerk – THC Erfurt-Bad Langensalza 34:25.
VON CARSTEN BLECKMANN

ALDEKERK Der Abpfiff des Spiels hatte das Team von Michaela Hufschmidt und Jörg Hermes in einen wahren Freudenrausch versetzt, und auch das Publikum mit von den Sitzen gerissen. Mit stehendem Applaus feierten die rund 350 Anhänger ihr Team und deren Einzug in die Schlussrunde der besten vier Mannschaften Deutschlands.

In den sechzig Minuten zuvor hatte das ATV-Team gezeigt, dass es sich den Platz im Kreise der Besten verdient hat. Die Grün-Weißen bestachen durch ein insgesamt variables Spiel und begeisterten ihre Fans mit toll herausgespielten Toren. Zuerst war es Alina Grijseels, die im ersten Abschnitt kaum zu stoppen war und der Partie ihren Stempel aufdrückte. Als der THC sie im zweiten Durchgang mit einer Sonderbewachung an die Kette legen wollte, waren Angelina Huppers, Jaqueline Gilej oder Pia Kühn zur Stelle und nutzten die freien Räume gekonnt aus. „Wir haben im zweiten Abschnitt bei der kurzen Deckung gegen Alina die richtigen Alternativen entwickelt“, lobte Hermes seine Mannschaft nach dem Abpfiff. „Unser Matchplan ist heute aufgegangen.“

Dazu kam eine gute Defensive mit einer im Spielverlauf immer stärker haltenden Jessica Jochims im Aldekerker Tor. Sie war es auch, die ihre Flügelstürmerinnen mit traumhaft sicheren Gegenstoßpässen bediente und für einfache Tore sorgte. Richtig eng wurde es nicht mehr. Der ATV hatte sich Anfang der zweiten Halbzeit von einer kleinen Schwächephase, in der die Erfurterinnen auf vier Tore herangekommen waren, schnell erholt. Auf jeden taktischen Schachzug des THC hatten die Aldekerkerinnen die passende Antwort parat und brachten die Partie locker nach Hause. Der Rest war ein Jubelsturm in Grün und Weiß und Vorfreude auf das Finale in gut zwei Monaten. „Da ist noch Luft nach oben“, gibt Hermes sich kämpferisch. „Wir haben unser Ziel erreicht und ab jetzt nichts mehr zu verlieren.“

Hamburg! Der Name der Elbmetropole war nach dem Abpfiff in der Vogteihalle das vermutlich meistgenannte Wort des Tages. Das Final-Four-Turnier um die deutsche Meisterschaft findet im Rahmen des Pokalfinales der Frauen am 15. und 16 Mai in der Hamburger Sporthalle statt. Nicht in irgendeiner Halle, sondern der gewaltigen O2-Arena.

ATV: Jochims, Cengiz – Grijseels (12/5), A. Huppers (6), Gilej (3), F. Huppers (3), Kühn (3), Rütten (2), Bleckmann (2), Grützner (2), Wick (1/1), Benninghof, Hufschmidt und Dahners.

Publikation           Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Lokalausgabe      Rheinische Post Geldern
Erscheinungstag  Montag, den 09. März 2015
Seite                     29

Die neuesten Beiträge

Kategorien

Archiv