1.Frauen drehen Halbzeitrückstand im zweiten Spielabschnitt
Veröffentlicht am8. März 2015
von marcus
Ein hart umkämpftes Auswärtsmatch hatte unsere 1.Frauenmannschaft am vergangenen Sonntag Nachmittag beim Tabellensechsten, der HSG Bergische Panther, zu bestehen. Die Gastgeberinnen ließen von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie alles daran setzen würden, beide Punkte in heimischen Arena zu behalten. Dementsprechend kämpferisch entwickelte sich die Partie, und der ATV fand in der ersten Hälfte keine Mittel gegen die agressiv arbeitende Gästeabwehr. Folgerichtig lag der Turnverein zur Halbzeit mit 12:14 Treffern hinten. Mit zunehmender Spieldauer verbesserte sich in der zweiten Hälfte jedoch auch die Qualität des Angriffs- und Deckungsspiels unserer Frauen deutlich, die das Heft des Handelns jetzt mehr und mehr in die Hand nahmen. Am Ende belohnten sich unsere Frauen mit einem aufgrund der Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt verdienten 27:25 Erfolg.
Mohrhoff-Truppe bewahrt die Ruhe
Handball-Oberliga Frauen: Straelen gewinnt 35:30 gegen Lobberich, der ATV 27:25 bei den Bergischen Panthern.
VON MICHAEL TERHOEVEN UND CARSTEN BLECKMANN
STRAELEN/ALDEKERK In der Handball-Oberliga der Frauen hielten sich die beiden Vertreter aus dem Gelderland schadlos. Grün-Gelb gewann sein Heimspiel gegen den Kreisrivalen, der ATV behauptete sich bei den Panthern.
SV Straelen – TV Lobberich 35:30 (16:15). Eigentlich ist es für den SVS Woche für Woche dasselbe Spiel: Wegen mangelnder Feuerkraft aus der zweiten Reihe igeln sich die Gegner in der Regel ein, versuchen mit defensivem 6:0-Abwehrbeton den Straelener Tordrang auszubremsen. Gegen Lobberich war alles anders. „Wir sind erwartet offensiv in Empfang genommen worden“, erzählte Harry Mohrhoff davon, dass er sein Team im Training genau darauf vorbereitet hatte. Dennoch und trotz der am Ende 35 erzielten Tore taten sich die Grün-Gelben mit dieser Deckungsvariante schwer. Zum einen bauten sie in unschöner Regelmäßig leichte technische Fehler ein. Zum anderen bewegte man sich mehr mit als ohne Ball. „Das hat es Lobberich ein bisschen zu leicht gemacht“, sahen Mohrhoff und die Zuschauer in der Stadthalle ein Duell, in dem sich an diesem Abend zwei gleichstarke Teams gegenüberstanden.
Dementsprechend eng ging es über 60 Minuten zu. Vor allem in Halbzeit eins konnte sich keine der beiden Mannschaften auch nur ansatzweise absetzen, wobei die Blumenstädter lange Zeit die Schlagzahl vorgaben. Denn auch sie hatten sich in der Abwehr etwas ausgedacht, verschoben ihre 5:1-Deckung gegen Lobberichs starke Halblinke Svenja Rottwinkel. „Die hatten wir ganz gut im Griff. Stattdessen hat uns die Linksaußen größte Probleme bereitet“, so Mohrhoff, dessen Truppe zudem den frühen Ausfall von Katrin Geelen zu verkraften hatte. Sie wurde bereits in der neunten Minute mit einer direkten Roten Karte zum Duschen geschickt. Zur Halbzeit lagen die Grün-Gelben trotz allem knapp mit 16:15 vorn. Auch nach dem Seitenwechsel wurde das Tempo von beiden Mannschaften hochgehalten. Und es blieb beim bekannten Muster: Straelen legte vor, Lobberich zog nach – bis sich der SVS ein feines Vier-Tore-Polster erarbeiten konnte (26:22). Die Gäste gaben sich jedoch nicht geschlagen. Sie versuchten es vielmehr mit einer kompletten Manndeckung. Zunächst mit Erfolg. Mit dem Treffer zum 29:31 wurde die Luft für die Blumenstädter noch einmal dünn. Doch angeführt von Lena Linssen, die erneut ein starkes Spiel auf die Platte zauberte, setzten sich die Straelenerinnen schließlich mit 35:30 durch. „Die letzten Situationen wurden gut gelöst“, freute sich Harry Mohrhoff über den vierten Sieg in Serie.
HSG Bergische Panther – TV Aldekerk 25:27 (14:12). Trotz personeller Probleme setzte sich die erste Frauenmannschaft des ATV auch bei den Bergischen Panthern durch und konnte die Siegesserie weiter fortschreiben. „Das war heute sehr eng“, sagte Trainer Carsten Hilsemer nach dem Abpfiff.
Sein Team hatte während der sechzig Minuten zweimal die Chance, sich bei eigener Führung deutlicher vom Gegner abzusetzen, scheiterte in den Phasen jedoch an den eigenen Nerven. „Die zwei, drei vergebenen Chancen haben die Panther jedes Mal wieder herangebracht“, sagte der Coach, der kurzfristig auch noch auf die verletzte Daria Komander verzichten musste. Im ersten Abschnitt kostete es die Grün-Weißen die Führung, in der zweiten Halbzeit sorge die Schwächephase für eine hektische Schlussphase.
Dass es dennoch mit den Punkten klappte, war der großen kämpferischen Moral seiner Mannschaft zu verdanken, die den Panthern die Zähne zeigten und sich erfolgreich wehrten. Am Ende waren die Gastgeberinnen bis auf ein Tor herangekommen, doch wollte der Ausgleich nicht gelingen. Am morgigen Dienstag geht es für die Aldekerker Frauen schon wieder weiter, wenn der TV Biefang zum Gastspiel in der Vogteihalle aufläuft. Ab 19 Uhr wird der Tabellenachte versuchen, die Serie der Aldekerkerinnen zu stoppen und sich für die 21:24-Niederlage im Hinspiel zu revanchieren.
Statistik
Bereits am Dienstag geht es in der Liga weiter
SV Straelen: Pieper, Zina Daguhn – Linssen (8), Fiedler (8/1), Sewing (7/4), Zoé Daguhn (4), Lüfkens (4), N. Pellens (2), Broeckmann (1), Geelen (1), Heckmanns, S. Pellens, Heinrich, Maes. ATV: Giesler, Thönes – Akeredolu (9/3), Esser (4), Greverath (3), Wolf (3), Otten (3), Bönners (1), Scicolone (1), Inderfurth, Kurtz.
Die nächsten Spiele: TV Aldekerk – TV Biefang (Dienstag, 10. März, 19 Uhr, Vogteihalle); Neusser HV – SV Straelen (Samstag, 14. März, 16 Uhr, Sporthalle Hammfeld).
Publikation Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Lokalausgabe Rheinische Post Geldern
Erscheinungstag Montag, den 09. März 2015
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