1.Frauen überzeugen nur in der Halbzeit Eins
Veröffentlicht am1. März 2015
von marcus
Gegen den Tabellenzehnten, der HSV Solingen-Gräfrath II, war der Sieg unserer 1.Frauenmannschaft nie gefährdet. Den Grundstein dafür legte der ATV mit Tempohandball und einer kompakten Abwehrleistung bereits in den ersten 30 Minuten und führte zur Halbzeit mit 20:11 Treffern. In Hälfte Zwei tat sich das Hilsemer-Team dann deutlich schwerer, ließ die Gäste mehr und mehr ins Spiel kommen und konnte nur sporadisch an die Leistung vor der Halbzeit anknüpfen. Am Ende stand aber dennoch ein standesgemäßer 32:25-Erfolg unserer Frauen, die mit diesem Erfolg den zweiten Tabellenplatz festigen.
TV Aldekerk glänzt eine Halbzeit lang
Handball-Oberliga der Frauen: ATV festigt mit einem ungefährdeten 32:25-Heimsieg gegen HSV Solingen-Gräfrath den zweiten Tabellenplatz. SV Straelen erreicht nach einer Aufholjagd noch ein 27:27 bei der Turnerschaft St. Tönis.
aldekerk/straelen (CaB/terh) TV Aldekerk – HSV Gräfrath 32:25 (20:11). Der Heimsieg gegen den HSV Gräfrath fiel am Ende mit sieben Treffern Differenz deutlich aus. Die Zuschauer in der Vogteihalle hatten auch nie das Gefühl, dass der Erfolg des Tabellenzweiten in Gefahr geraten könnte. Dennoch war ATV-Trainer Carsten Hilsemer mit der Leistung nur halbwegs einverstanden, weil seine Mannschaft nur eine Hälfte lang geglänzt hatte. „Mit der ersten Hälfte bin ich sehr zufrieden“, sagte er nach dem Abpfiff.
Sein Team hatte hochmotiviert in die Partie gefunden und schnell die Führung übernommen. Das Spiel der Aldekerkerinnen war variabel und zielgerichtet. Naomi Akeredolu feuerte aus dem Rückraum aus allen Rohren. Und die Defensive ließ hinten kaum etwas zu. So hätte es nach dem Seitenwechsel auch weitergehen können. Doch ließen die Gastgeberinnen viele Chancen liegen, die ein klareres Ergebnis möglich gemacht hätten. „Die Mannschaft ist nur durch ein oder zwei Auswechslungen schnell aus dem Rhythmus geraten“, analysierte der Trainer. „Normalerweise ist das gar kein Problem, aber heute sind wir da gar nicht mit zurechtgekommen.“
Etliche Bälle aus besten Wurfpositionen fanden den Ball nicht in die gegnerischen Maschen. So verpufften viele Möglichkeiten ungenutzt. Die Gäste aus der Klingenstadt witterten eine kleine Chance auf eine Aufholjagd. Doch waren die Gastgeberinnen immer zur rechten Zeit mit einem Tor zur Stelle und hielten den Gegner auf Distanz. Insgesamt war es ein Sieg ohne großen Glanz, der aber zwei verdiente Punkte auf die Habenseite spülte.
Tschft. St. Tönis – SV Straelen 27:27 (17:10). Fünf Spielerinnen krank oder verletzt, drei weitere mehr oder weniger stark angeschlagen – die Vorzeichen für ein erfolgreiches Spiel waren für die Grün-Gelben beim spielstarken Aufsteiger aus St. Tönis alles andere als rosig. „Und genauso haben wir eine Halbzeit lang auch agiert. Es sah lange Zeit danach aus, als würden wir uns in unser Schicksal ergeben“, bemängelte Trainer Harry Mohrhoff. Und wenn wir das nicht leben, bekommen wir gegen jede Mannschaft in der Oberliga Probleme. Zum Glück haben wir noch die Kurve bekommen“, sah Straelens Trainer nach dem Seitenwechsel eine deutliche Steigerung.
Im ersten Spielabschnitt agierten die Blumenstädter vor allem in der Offensive viel zu harmlos. „Wir haben St. Tönis viele einfache Tore gegönnt. Das ist bis zum 9:10 gutgegangen, hat sich im Anschluss aber gerächt“, erklärte Mohrhoff. Halbzeitstand: 17:12 für die Turnerschaft.
„In der Kabine haben wir vor allem über unsere negative Körpersprache gesprochen. Das ist bei den Spielerinnen offenbar angekommen.“ Spätestens beim Stand von 14:17 waren die Grün-Gelben wieder im Rennen. Und sie ließen sich auch von einem erneuten Fünf-Tore-Rückstand (16:21) nicht aus der Bahn werfen. „Es wurde bis zum Schluss gekämpft. Und dafür sind wir dann letztlich auch belohnt worden“, zeigte sich Harry Mohrhoff erleichtert. Beim 25:25 war der Ausgleich hergestellt. Und im Anschluss gingen die Grün-Gelben sogar noch zweimal in Führung. Mohrhoff: „Mit dem letzten Angriff hatten wir die Chance zum Sieg, doch der wäre des Guten dann doch zu viel gewesen.“
Naomi Akeredolu war nicht zu stoppen
TV Aldekerk: Giesler, Thönes – Akeredolu (11/4), Otten (4), Greverath (3), Scicolone (3), Kurtz (3), Wolf (3), Esser (2), Inderfurth (2), Babucke (1) und Komander.
SV Straelen: Pieper, Zina Daguhn – Sewing (7/2), Heinrich (5), Zoé Daguhn (4), Linssen (4), Fiedler (3), Maes (2/1), S. Pellens (1), N. Pellens (1), Jacobs, Ariaans.
Publikation Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH
Lokalausgabe Rheinische Post Geldern
Erscheinungstag Montag, den 02. März 2015
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